Blick von der Sanddüne mit Pflanzen auf weißen Strand, Wellen und blau-weißem Himmel

Gedanken

Vor Jahren hatte ich eine mir unvergessliche Begegnung mit einem Obdachlosen. Er saß in der Fußgängerzone in Karlsruhe auf dem Boden und hatte eine Decke vor sich ausgebreitet, auf der verschiedene Dinge lagen. Wie manches Mal hatte ich den Impuls, dem Mann etwas Geld zu geben. Als ich das getan hatte, reichte er mir einen der Gegenstände von der Decke. Es war eine kleine Gipsfigur, die zwei lachende Frösche darstellte. Ich zögerte und sagte, er solle sie behalten, denn es hätte ja wohl auch Geld gekostet. Doch er antwortete, dies sei sein Geschenk für mich und er sammle diese Dinge im Sperrmüll. Dabei blickte er mich mit großen, dunkelbraunen Augen voller Freundlichkeit und Liebe an, wie ich sie selten sonst bei anderen Menschen erlebt hatte. Ich war sehr berührt und nahm sein Geschenk an. Noch heute steht es auf meinem Schreibtisch und erinnert mich an die Würde und bedingungslose Liebe, die von dem Obdachlosen ausgegangen war.

Es geht um die bedingungslose Liebe, in erster Linie für mich selbst. So, wie es von Christus gesagt wurde. Die meisten von uns haben vergessen, dass sie im Kern reine Liebe sind, Kinder Gottes. Widrige Umstände haben uns glauben lassen, dass wir nicht „liebens-wert“ sind.

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Dabei ist es so einfach und oftmals auch wieder so schwer: In jedem Moment im Hier und Jetzt zu sein, sich selbst zu spüren, voll Mitgefühl die eigenen Gedanken und Emotionen einfach „sein“ zu lassen. So bin ich auf dem Weg, mich selbst anzunehmen, mich selbst zu lieben, mir meiner selbst bewusst zu sein. Vielleicht auch der Einheit mit allem, was ist, bewusst zu sein, die Präsenz des Göttlichen zu spüren.

Traumatische Erlebnisse, die in Vergessenheit geraten waren, bereiteten mir im Laufe des Lebens immer wieder Probleme.

Wie ich heute weiß, stammen diese Erlebnisse nicht nur aus diesem Leben. Es waren auch Dinge, die schon vor meiner Geburt passierten, die meine Vorfahren erlebten oder die ich selbst in anderen sogenannten Inkarnationen erfahren hatte. Dabei geht es nicht nur um die Erlebnisse an sich, sondern auch um die damit verbundenen Emotionen, Glaubenssätze und Überzeugungen und derlei mehr. Vieles durfte ich anschauen, spüren und auch wieder loslassen, auflösen. Und es gibt immer wieder Neues zu entdecken!

Es hat mir geholfen, die Frau zu werden, die ich heute bin, und mir ein großes Geschenk gemacht. Denn so kann ich meinen Klienten wirklich gute Dienste leisten.

Ich danke der Göttlichen Präsenz, meinen Lehrern und Lehrerinnen, Begleitern und Helfern der physischen und geistigen Welt!

Meine Tätigkeit ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung. Ich empfehle weiterhin die Konsultation Ihres Arztes, Therapeuten oder Heilpraktikers.